Mount Bromo

Heute Morgen haben wir unseren ersten Vulkan bestiegen. Eigentlich sind wir sogar auf einem Vukan im Vulkan gestiegen — wie das geht? Nun, den Grundstein für diese Konstruktion legte ein großer Vulkan Namens Ngadisari vor etwa 800’000 Jahren. Dieser hat im Laufe der Jahrtausende in mehreren Phasen eine riesige Caldera mit einem Durchmesser von schätzungsweise 7-10KM geformt.  Im Inneren des Kraters entstand ein riesige Fläche mit einem Sandsee (Tangger Sand Sea) aus dunklem, aschfarbenen Sand. Und auf dieser riesigen Fläche sind über die Zeit fünf weitere, kleiner Vulkane gewachsen: Mount Bromo (2,329 m), Mount Batok (2,470 m), Mount Kursi (2,581 m), Mount Watangan (2,661 m), und Mount Widodaren (2,650 m).Der ganze Komplex befindet sich in einer etwas abgelegenen Gegend, in der alle Einwohner in der Tourismus-Branche arbeiten und auf Touren zum Mount Bromo spezialisiert sind. Standard-Fortbewegungsmittel ist ein Geländewagen. Einen Geländewagen haben wir uns dann auch inklusive Fahrer für eine Tour gemietet. Der erste Teil der Tour bestand aus einem Ausflug zur äußeren Caldera des alles umgebenen Kraters, um den Sonnenaufgang mit Blick auf alle Vulkane zu erleben. Dort oben waren für meinen Geschmack ein paar zu viele Touristen, aber wir haben einen guten Platz ergattert.    Btw: Die Mütze trage ich nicht aus modischen Überlegungen; Jörg erst recht nicht. Es hat fast gefroren und unten auf dem Sand gab es Reif. Der zweite Teil der Tour bestand in der Besteigung des Mount Bromos. Das ist der flache Vulkan, der die ganze Landschaft auf dem ersten Bild in Schwefeldunst einnebelt. Der Aufstieg war nichts herausforderndes, vielleicht 150-200 Höhenmeter.  Dafür aber der Schwefeldampf, der sich nur auf einer bestimmten Höhe zu befinden scheint, so dass man ihn beim Aufstieg durchqueren muss. Nicht sonderlich angenehm: Fäulegeruch, brennende Nase und Brechreiz. Naja, was tut man nicht alles für ein spannendes Erlebnis. Vom Kraterrand des Mount Bromos sieht man dann den Mount Batok und die Sandwüste in der Riesencaldera.Ziemlich eindrücklich fand ich beim Aufstieg, dass man erst ein leises Rauschen vom Vulkan hört, das dann aber mehr und mehr spürbar wird und sich in Richtung Kraterrand zu einem lauten, dumpfen Grollen steigert. Ziemlich guter Bass.